Für Anwendungen, die keine große Leistung benötigen, verwendet man für den Stator heutzutage meistens Permanentmagneten, da diese nach intensiver Entwicklung in kleineren Leistungsbereichen günstiger herzustellen sind und außerdem effizienter im Energieverbrauch sind als Elektromagneten. Permanenterregte Gleichstrommotoren werden heutzutage primär als Antrieb für Lüfter und Ventilatoren eingesetzt.

Einsatz im Automobilbereich und damit verbundene Probleme

Außerdem haben führende Automobilhersteller in den 90er-Jahren begonnen, permanenterregte Gleichstrommotoren als Anlasser in ihren Fahrzeugen zu verbauen. Dies wurde erstmals 1994 von der damaligen DaimlerBenz-AG entwickelt und wenig später auch in der Serienproduktion eingesetzt. Der entscheidende Vorteil ist, dass die Startströme für den Anlaufvorgang des Motors gegenüber einem elektrisch erregter Gleichstrommotor deutlich geringer sind, sodass die Autobatterien weniger stark belastet werden und auch kleiner und leichter gebaut werden können. Auch weitere Automobilhersteller sind dem Beispiel von Daimler gefolgt und haben ihre Anlasser auf permanenterregte Gleichstrommotoren umgestellt. Mittlerweile gibt es bis auf einige Marken wie beispielsweise Renault nur noch die von Daimler eingeführte Technologie.

Was auf den ersten Blick gut klingt, hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Rohstoffvorkommen, die für die Produktion der Permanentmagneten unabdingbar sind, sind zum Einen begrenzt und zum Anderen sind 90 Prozent der weltweiten Vorkommen örtlich auf eine kleine Region im Norden Chinas begrenzt. Dies führt gerade aufgrund der instabilen und undemokratischen chinesischen Regierung zu erheblichen internationalen Spannungen. China hat bereits zusätzliche Exportzölle erhoben, um die heimische Elektroindustrie zu bevorzugen, wodurch einige internationale Hersteller veranlasst wurden, ihre Produktion nach China zu verlegen. Eine Besserung der Lage ist vorerst nicht absehbar, da sich die Politik aktuell nicht damit beschäftigt.