Die Pionier-Zeit in Dänemark und England

Die Geschichte des Elektromotors begann im Jahre 1819 mit der Entdeckung der magnetischen Wirkung von stromdurchflossenen Leitern durch den dänischen Physiker Hans Christian Ørsted. Dies führte dazu, dass noch im gleichen Jahr der englische Physiker Michael Faraday einen ersten Elektromotor entwickelt, wozu er zwei Experimente konstruierte: Im ersten rotierte ein elektrischer Leiter um einen Permanentmagneten, im zweiten Experiment drehte er das erste um, sodass sich ein beweglicher Permanentmagnet um einen elektrischen Leiter drehte. Er veröffentlichte seine Ergebnisse unter dem Titel "Versuche zur elektromagnetischen Rotation". Weitere erste Versuche zu elektrischen Maschinen wurden vom britischen Physiker Peter Barlow, der den Unipolarmotor entwarf und vom britischen Physiker William Sturgeon, der die ersten Elektromagneten produzierte, durchgeführt und veröffentlicht.

Erste Anwendungsformen für die Praxis werden auf dem festländischen Europa erfunden

Auf dem europäischen Festland trieben der ungarische Ányos Jedlik und der deutsche Hermann Jacobi die Entwicklung des Elektromotors entschieden voran, Jacobi gelang 1834 der Bau des ersten praxistauglichen Elektromotors und die Verwendung dieses 220 Watt starken Motors als Antrieb für ein 6-Personen-Boot, das er in Sankt Petersburg startete. Diese Bootfahrt gilt als die erste Anwendung eines Elektromotors als Antrieb für Maschinen. Der erste Kommutatormotor wurde 1836 vom amerikanischen Thomas Davenport entworfen, er meldete für seine Erfindung am 25. Februar 1837 in Vermont ein Patent an. Ein weiterer Durchbruch für den Elektromotor stellte die Erfindung des elektrischen Generators durch Ányos Jedlik im Jahre 1861 da, sie wurde jedoch erst von Werner von Siemens 1866 zum Patent angemeldet und kommerziell vermarktet.