Der Drehstrommotor wird im Gegensatz zum Gleichstrommotor mit einem dreiphasigen Wechselstrom betrieben. Unter Drehstrom versteht man wie bereits erwähnt einen dreiphasigen Wechselstrom, dass heißt drei einzelne Leiter mit jeweils einem periodischen Sinus-Signal. Die einzelnen Phasen sind dabei jeweils um 120 Grad zueinander verschoben. Ordnet man nun drei Spulen in genau diesem Winkel (120 Grad) zueinander an und versorgt sie jeweils mit einem Strang des Drehstroms induzieren diese Spulen ein sich ständig änderndes magnetisches Feld, das ein im Inneren dieser Anordnung angeordneten Permanentmagneten in Bewegung setzt. Der Permanentmagnet, der in diesem Fall den Stator darstellt, kann jedoch alternativ auch durch einen Elektromagneten ersetzt werden, was vor allem bei größeren Leistungen notwendig ist.

Eigenschaften des Drehstrommotors

Die Geschwindigkeit des Drehvorgangs wird bestimmt über die Frequenz des Drehstromes. Bei der am weitesten verbreiteten Frequenz in Europa, nämlich 50 Hertz, dreht sich der Motor folglich 50 mal pro Sekunde. Häufig schaltet man dem Motor ein Getriebe nach, um ihn auf die gewünschte Drehzahl zu bringen. Eine Änderung der Frequenz des Drehstromes hingegen bewirkt zwar auch eine Änderung der Rotationsgeschwindigkeit des Motors, jedoch ist diese Variante mit einem hohen technischem Aufwand und einer aufwendigen und teuren Leistungselektronik verbunden.
Drehstrommotoren haben den entscheidenden Vorteil gegenüber Gleichstrommotoren, dass sie einen deutlich besseren Wirkungsgrad als diese besitzen. Währenddessen bei Gleichstrommotoren nur ungefähr 30 bis 40 Prozent der zugeführten Energie in Bewegungsenergie umgesetzt wird, sind dies beim Drehstrommotor bis zu 80 Prozent. Deshalb haben Drehstrommotoren heutzutage in industriellen Anwendungsgebieten Gleichstrommotoren praktisch vollständig verdrängt. Sie erfordern jedoch einen deutlich höheren Aufwand an externer Beschaltung.